LeViA: Räume für hybride Lehre


LeViA steht für Lehrveranstaltungsräume mit erweiterter Video- und Audiotechnik. Alle Räume mit diesem Ausstattungsmuster sind so ausgerüstet, dass Externe als Gesprächsteilnehmende oder als Zuschauende in den Raum zugeschaltet werden können.

Die Ausstattung umfasst standardmäßig:

  • eine Kamera, je nach Szenario (s.u.) so ausgerichtet, dass die gesamte Teilnehmendenschaft oder nur die Referentin, der Referent aufgenommen werden kann.
  • (je nach Raumgröße und Akustik) zwei bis vier Raummikrofone, die Beiträge aus dem gesamten Raum in gleichmäßig guter Qualität aufnehmen können.
  • zwei Lautsprecher zur Wiedergabe von Medien oder akustischer Beiträge Externer
  • ein Touchdisplay (Größe rund 86 Zoll) je nach Raumsituation mit Wandhalterung oder auf einem mobilen Ständer. Mit einer Bildschirmeigener Software kann das Display als Tafel genutzt werden (Whiteboardmodus). Sie können die Software über das "Burgermenü" rechts und links auf dem Display öffnen.
  • einen Technikschrank mit Bedienpanel zur Auswahl der Bildschirmquellen (eigener Laptop oder integrierter Rechner) sowie zur Auswahl der Kameraposition
  • Einen integrierten Rechner (im Technikschrank enthalten) mit JGU-Standardinstallation, über den vorhandene Videokonferenzlösungen (BigBlueButton über Browser, MS Teams) sowie Präsentationen oder andere Programme genutzt werden können.
  • Mobile Ausstattung (je nach Standort ggf. bei den Hausmeistern auszuleihen):
    • Funktastatur zur Bedienung des integrierten Rechners
    • Bildschirmstift für das Touchdisplay
    • HDMI-Kabel

Bei Verwendung des integrierten Rechners wird als Laserpointer-Ersatz eine Funkmaus (kein Bluetooth) empfohlen. "Digitale Pointer" können nicht verwendet werden, da hierfür die Installation separater Software nötig ist, was IT-seitig nicht gestattet wird.

Sollten Sie spezielle Software für Ihre Lehre nutzen (z.B. SPSS, "digitale Pointer"), empfehlen wir die Nutzung eines eigenen Endgeräts mit der Raumausstattung. Programme aus dem JGU-Softwarecenter bzw. den ZDV-Apps können selbsttätig auf dem integrierten Rechner installiert werden.

In Abstimmung mit den Fachbereichen wurden drei Ausstattungsszenarien entwickelt und in den verschiedenen Räumen umgesetzt. Die Szenarien unterscheiden sich durch die Positionierung von Kamera und Bildschirm im Raum und eignen sich in der Folge unterschiedlich gut für die Zuschaltung von aktiv Teilnehmenden oder Zuschauenden.

Szenario 1: Die Referent:innen stehen im Fokus. Die Kamera ist auf das Geschehen an und um Tafel und Touchdisplay gerichtet. Die Kameraperspektive erlaubt das Aufnehmen von vortragsorientierten Lehr- und Lernszenarien. Externe werden primär als Zuschauende zugeschaltet. Das Touchdisplay dient als Präsentationsmedium sowie Projektionsfläche für zugeschaltete Teilnehmende.

Szenario 2: Die Teilnehmenden stehen im Fokus. Die Kamera ist auf das Geschehen im Raum gerichtet. Die Kameraperspektive erlaubt das Aufnehmen von diskussionsorientierten Lehr- und Lernszenarien. Externe können gut in den Dialog treten. Das Touchdisplay dient als Präsentationsmedium sowie Projektionsfläche für zugeschaltete Teilnehmende.

Szenario 3: Die Referent:innen stehen im Fokus. Die Kamera ist auf das Geschehen an der und um die Tafel gerichtet. Die Kameraperspektive erlaubt das Aufnehmen von vortragsorientierten Lehr- und Lernszenarien mit Tafelanschrieb. Das Touchdisplay dient als Projektionsfläche für zugeschaltete Teilnehmende, die sich so gemeinsam mit der Präsenzgruppe im Blickfeld der Referentin, des Referenten befinden.

Bei allen Szenarien kann die Anordnung von Stühlen und Tischen nach Belieben verändert werden. Die verbaute Hardware ist fest installiert und kann nicht im Raum verändert werden.

Die insgesamt 21 LeViA-Räume wurden weitläufig über den Campus verteilt, um allen Fachbereichen und Instituten einen Zugriff zu ermöglichen. Studierendenstarke Fachbereiche und stark ausgelastete Veranstaltungsgebäude wurden dabei besonders berücksichtigt.

Da es sich um reguläre Lehrveranstaltungsräume handelt, die durch die Fachbereiche verwaltet werden, gibt es kein zentrales Vergabe- oder Buchungssystem. Ein entsprechendes Ausstattungsmerkmal für das digitale Raummanagement (RAPS) ist integriert und suchbar.

Gebäude

Raum

LeViA-Szenario

Sitzplätze (Normalbelegung)

Mobile Ausstattung

Taubertsberg III

302

1

23

Georg Forster-Gebäude

1.511

1

48

Georg Forster-Gebäude

2.611

2

30

Georg Forster-Gebäude

2.507

3

30

Georg Forster-Gebäude

2.701

2

20

ReWi I

RW5

2

30

Tastatur kann bei Pedellen entliehen werden

ReWi II

HS IX

2

40

Tastatur kann bei Pedellen entliehen werden

Forschungs- und Verfügungsgebäude (Czerny-Weg)

Kl. Hörsaal Pathologie

1

NatMed

01-436

1

30

Philosophicum

P101

2

40

Tastatur, Displaystift und HDMI-Kabel können bei Hausmeistern entliehen werden

Philosophicum

P103

2

50

ebd.

Philosophicum

P108

2

45

ebd.

Philosophicum

P205

3

55

ebd.

Philosophicum

P207

3

50

ebd.

FAS Hörsaalgebäude (Germersheim)

N.211

1

48

Neubau Physik

05-119 Minkowski Raum

1

60

Neubau Physik / Mathematik

05-426

3

46

Chemie Lehre

SR 107

1

30

Forschungsgebäude Süd (Chemie Süd)

SR 132

1

40

Conradgebäude (Binger Str. 14-16)

02 331

1

28

Alte Mensa

-1-153(links)

1

20

Das Konzept von LeVia ist darauf ausgerichtet, den physischen Lehrveranstaltungsraum durch digitale Präsentations- und Kommunikationsmittel zu erweitern. Die Räume eignen sich insofern insbesondere für hybride Szenarien, bei denen externe Teilnehmende über Videokonferenzlösungen mit einer Gruppe vor Ort zusammenkommen.

Mit LeViA können Sie externe Teilnehmende als reine Zuschauer:innen oder als Gesprächsteilnehmer:innen zuschalten (s. Eignung der Szenarien).

Sollen Externe nur eine Übertragung aus dem Raum erhalten, ohne selbst aktiv am Gespräch teilzunehmen, können Sie auch einen Stream nutzen (z.B. über Panopto) oder die Veranstaltung für die asynchrone Bereitstellung aufzeichnen (Zustimmung der Teilnehmenden).

Sollen Externe aktiv am Gespräch teilnehmen, sollten Sie Moderation und Arbeitsweisen in dieser Hinsicht gut planen, um weder die externe noch die physisch präsente Gruppe zu bevorzugen. Die Interaktionsmöglichkeiten der LeViA-Ausstattung lassen sich dabei gut durch weitere Endgeräte im Raum ergänzen. Bitten Sie Studierende etwa in Kleingruppen vor Ort mit ihren Laptops (ohne Ton) der Konferenz beizutreten, um gemeinsam den Chat zu nutzen und Externen zusätzliche Sichtachsen auf das Unterrichtsgeschehen zu bieten. So haben Sie auch die Möglichkeit, Arbeitsgruppen bis zu einem gewissen Grad hybrid zusammenzustellen. Der limitierende Faktor ist dabei in der Regel die Audioübertragung (während viele Videospuren nebeneinander gelegt werden können, führen mehrere Audiokanäle sehr schnell zum Zusammenbruch der Kommunikation).

Sie können die LeViA-Ausstattung auch nutzen, um Veranstaltungen zu dokumentieren und Aufzeichnungen später bereitzustellen (Zustimmung der Teilnehmenden).

Die Grundausstattung der Räume ist auch unabhängig von Videokonferenzszenarien oder Aufzeichnungen gut für Lehrveranstaltungen geeignet, in denen in besonderem Maße digitale Präsentations- oder Kollaborationsmittel genutzt werden. So kann der Touchbildschirm für Präsentationen oder die gemeinsame Bearbeitung von Dokumenten (etwa über JGU LMS), für die Abbildung von Audience Response Systemen oder schlicht zum Abspielen audiovisueller Medien eingesetzt werden.

MODERATION & DIDAKTIK

  • In Konferenzen werden alle Wortbeiträge und die meisten Geräusche aus dem Raum übertragen. Die aktive Gesprächsführung im Raum ist daher eine besondere Herausforderung: Wer spricht wann, in welcher Reihenfolge, wie macht man externen Teilnehmenden sichtbar, wer aktuell spricht, etc.
  • Raumkameras haben stets einen bestimmten Aufnahmewinkel, selten sind alle Teilnehmenden im Raum gleichermaßen im Bild. Die Bildschirmgröße externer Teilnehmer:innen beschränkt die Erkennbarkeit von Personen im Raum. Es kann daher sinnvoll sein, weitere (integrierte) Kameras im Raum über die Konferenzsoftware (BBB, Teams, etc.) zuzuschalten. Wichtig dabei: Nur Bild, keine Tonspuren zuschalten, um Rückkopplungen und Störgeräusche zu vermeiden.
  • Der Austausch in hybriden Szenarien ist für Lehrende meist so ungewohnt wie für Studierende. Es bietet sich an, gemeinsam zu reflektieren, was gelingt und wo Schwierigkeiten bestehen, gemeinsam zu experimentieren und neue Ansätze für gute Kommunikation zu suchen.
  • Die Art der Teilnahme (in Präsenz, als extern Zugeschaltete:r) verändert die Wahrnehmung der Veranstaltung eminent. Es kann lohnen, auf dieser Basis explizit Rollen innerhalb der Veranstaltung zuzuweisen. So können z.B. Externe gut Reflexions-, Recherche- oder Protokollaufgaben für die Lerngruppe übernehmen. Ein:e Teilnehmer:in in Präsenz kann als techn. Moderation Lehrende unterstützen und externe Beiträge stärker ins Bewusstsein rufen.

BEDIENUNG DES LEVIA-SYSTEMS

  • Beim Login in den integrierten LeViA-Rechner sollte die mobile Tastatur genutzt werden. Programme im Autostart (Skype for Business, Teams) sollten unmittelbar nach dem Hochfahren entsprechend eingestellt werden (Nicht-Stören).
  • Präsentationen und Materialien sind am leichtesten verfügbar, wenn sie vor Veranstaltungsbeginn auf einer gemeinsamen Plattform (Moodle-Kurs) hochgeladen werden. Der Anschluss von USB-Sticks oder eigenen Endgeräte sollte demgegenüber eher eine Ausnahmelösung sein.
  • Das Touchdisplay (i3 technologies Anleitung) des LeViA-Systems verfügt über eine integrierte Whiteboardsoftware (anwählbar über "Burgermenü" rechts und links auf dem Bildschirm). Aktionen auf dieser Oberfläche werden nicht an Externe übertragen. Nur, was innerhalb einer Videokonferenz regulär über die Konferenzsoftware übertragen wird, ist für externe Teilnehmende auch sichtbar.

Bei Anwendungsfragen rund um den Einsatz in der Lehre berät und unterstützt das Kompetenzteam Digitale Lehre (digitale-lehre@uni-mainz.de)

Für die technische Betreuung der Ausstattung und die Unterstützung bei Störungen sind mit Beginn der Vorlesungszeit die Mitarbeiter der Veranstaltungstechnik im Referat 3 der Abteilung Zentrale Dienste zuständig.

Zu Kernzeiten ist der LeViA-Störungsdienst Montags bis Donnerstags von 7:00 – 16:00 Uhr und Freitags von 7:00 – 12:00 Uhr telefonisch erreichbar: 06131 39 28245.

JGU-Plattformen für digitale Lehre

Panopto auf video.uni-mainz.de (Link zur Homepage)
BigBlueButton (Link zur Homepage)
JGU-LMS (Link zur Homepage)