Die technologischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte, die oft unter dem Schlagwort "Digitalisierung" zusammengefasst werden, haben nicht nur Wirtschaft, Politik und Forschung verändert. Sie haben vor allem die Art und Weise verändert, wie Informationen weitergegeben werden, wie sich Menschen wissen aneignen - mitunter auch welches Wissen.

Für die Gestaltung von Lehre und Studium stellen sich aus Perspektive der Johannes Gutenberg-Universität daher Herausforderungen auf zwei zentralen Themenfeldern:

1 - Wie können, wie sollten wir Lernen in einer digitalen Welt gestalten?

Können digitale Anwendungen wie Kollaborationsplattformen dabei helfen diversitätssensible und flexible Lernformen im Universitätsalltag zu verankern?
Wie müssen digitale Lernumgebungen gestaltet werden, um universitären Ansprüchen gerecht zu werden? Wie lassen sich etwa Blended Learning-Modelle in der Lehre verwirklichen?
Wie schaffen wir es digitale Lernangebote einzubinden, ohne unseren Anspruch aufzugeben in erster Linie Präsenzuniversität zu sein - ein physischer Ort des Lernens und für den Austausch von Angesicht zu Angesicht?

2- Was bedeutet es, an einer Universität für eine digitale Welt zu lernen?

Welche Kompetenzen brauchen Studierende von Heute für die Arbeitswelt von Morgen?
Wie können wir Lernangebote für den souveränen Umgang mit digitalen Anwendungen und Daten fachsensibel in die Lehre integrieren?
Wie schaffen wir gleichzeitig Räume zur kritischen Reflexion technologischer Handlungsmöglichkeiten und ihrer gesellschaftlichen Folgen?

Um möglichst konkrete Maßnahmen zu entwickeln und fachlich fundierte Impulse für die strategische Ausrichtung von Lehre und Studium im Zuge des digitalen Wandels zu erhalten, nimmt die JGU an der strategischen Peer-to-Peer-Beratung des Hochschulforums Digitalisierung teil.

"Das HFD [Hochschulforum Digitalisierung] wurde 2014 gegründet. Es ist eine gemeinsame Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft mit dem CHE Centrum für Hochschulentwicklung und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Gefördert wird es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung." (aus der Selbstbeschreibung des HFD)

 

Die Beratung beinhaltet eine ausführliche Selbstreflexion der JGU zum aktuellen Stand des digitalen Wandels in Lehre und Studium und den primären strategischen Handlungsfeldern, den eigentlichen Peer-Besuch sowie die Entwicklung eines Aktionsplans auf Basis der Beratungsergebnisse.

Der Beratungsprozess wird an der JGU durch die Koordinierungsstelle "Digitaler Wandel in Lehre und Studium" begleitet, die mit Mitteln des GLK für diese Aufgabe eingerichtet wurde.

Am 09. und 10.02.2021 findet der pandemiebedingt verschobene Peer-Besuch statt. Im Rahmen dieses zweitägigen Workshops erarbeitet die Projektgruppe der JGU mit Unterstützung dreier Peers, die an ihren Hochschulen bereits erfolgreich Erfahrung mit Projekten zum Digitalen Wandel gesammelt haben und als "critical friends" fungieren, sowie Vertreterinnen und Vetretern des Hochschulforums Digitalisierung strategische Ansätze zur Gestaltung Digitalen Wandels für die JGU.

Die Projektgruppe Digitaler Wandel ist JGU-seitig der zentrale Kreis für die Peer-to-Peer-Beratung. Die Projektgruppe basiert im Kern auf der GLK-Arbeitsgruppe Digitalisierung. Mitglieder sind:

  • ­ Jun.-Prof. Dr. Jasmin Bastian, Junior-Professur mit Schwerpunkt Medienpädagogik, AG Weiterbildung und Medien, Institut für Erziehungswissenschaft
  • Dr. Sophie Burkhardt, Arbeitsgruppe Data Mining, Institut für Informatik, und Mitglied der Projektgruppe „Data Literacy Education“
  • Univ.-Prof. Dr. Marius Harring, Professur für Erziehungswissenschaften mit Schwerpunkt Schulpädagogik und Jugendforschung, AG Schulpädagogik, Institut für Erziehungswissenschaft
  • Univ.-Prof. Dr. Andreas Hildebrandt, Leiter der Arbeitsgruppe Scientific Computing and Bioinformatics, Institut für Informatik, zugleich Direktor des Gutenberg Lehrkollegs (GLK)
  • Univ.-Prof. Dr. Stefan Kramer, Leiter der Arbeitsgruppe Data Mining, Institut für Informatik, und Mitglied der Projektgruppe „Data Literacy Education“
  • Dr. Nicole Labitzke, Leiterin Zentrum für Audiovisuelle Produktion (ZAP)
  • Birgit Leinen, stellv. Leiterin der Abteilung Studium und Lehre (SL)
  • Tanja Meyer, Geschäftsführung des Gutenberg Lehrkollegs (GLK)
  • Silke Dosch-Reuting, Leiterin Internationales Studien- und Sprachenkolleg (ISSK)
  • Dr. Magdalena Roguska-Heims, Zentrum für Qualitätssicherung und –entwicklung (ZQ), Projekt „Blended Learning“
  • Dr. Stefan Röhle, Leiter Anwendungsabteilung, Zentrum für Datenverarbeitung (ZDV)
  • Univ.-Prof. Dr. Uwe Schmidt, Leiter Zentrum für Qualitätssicherung und –entwicklung (ZQ), Professur für Hochschulforschung, Institut für Soziologie
  • Univ.-Prof. Dr. Martina Schrader-Kniffki, Professur für Spanische und Portugiesische Sprach- und Translationswissenschaft, Fachbereich 06 Translations-, Sprach und Kulturwissenschaft in Germersheim
  • Univ.-Prof. Dr. Michael Simon, Professur für Kulturanthropologie/Volkskunde, Institut für Film-, Theater-, Medien- und Kulturwissenschaft

Die Koordinationsstelle ‚Digitaler Wandel in Studium und Lehre‘ begleitet als zentrale Anlaufstelle an der JGU die Peer-to-Peer-Beratung durch das Hochschulforum Digitalisierung (HFD). Die Tätigkeit der Koordinationsstelle erstreckt sich dabei über den gesamten Beratungszeitraum (Oktober 2019 - Dezember 2020) – umfasst also sowohl die Vorbereitung und Entwicklung der Selbstreflexion der JGU, die Koordination des konkreten Besuchs wie auch die Entwicklung und beginnende Implementierung des entstehenden Aktionsplans.

Es ist Aufgabe der Koordinationsstelle Informationen zu sammeln, zu bündeln, für den Beratungsprozess aufzubereiten und Textentwürfe zu entwickeln. Die Koordinierungsstelle unterstützt damit die inhaltliche Arbeit der Projektgruppe unter der Leitung des Vizepräsidenten für Studium und Lehre, Prof. Dr. Stephan Jolie.

Ab dem 01. Juli 2020 wird die Koordinationsstelle verstärkt durch Bernhard Hiegl, der sich schwerpunktmäßig mit dem JGU-LMS auf Moodle-Basis befasst.

Die Koordinationsstelle wird durch das Gutenberg Lehrkolleg gefördert.

Als Koordinatorinnen konnten Dr. Eva Riempp und Dr. Elisabeth Klein gewonnen werden.

Kontakt:
Dr. Elisabeth Klein - E.Klein@ub.uni-mainz.de
Dr. Eva Riempp - Frau Riempp steht der JGU ab April 2021 wieder zur Verfügung
Bernhard Hiegl, M.A. - hiegl@uni-mainz.de

AKTUELL GIBT ES KEINE VERANSTALTUNGEN - NEUE SIND GEPLANT!